Pfarrkirche Ötting

Die Pfarrkirche zu Ötting wurde 1329 das erste Mal urkundlich erwähnt und ist dem Heiligen Georg gewidmet.

 

Die Pfarrkirche Ötting war als typische Wehrkirche im Besitze der Herren von Flaschberg. Ötting hatte als Pfarre im Bistum Aquilea große Bedeutung.

1945 fiel die Kirche einem Brand zum Opfer, der von einem englischen Besatzungsposten am Kirchturm verursacht worden war. Die Öttinger Kirche brannte, bis auf ihre sakrale Ausstattung und den Hochaltar, total aus. Im Zuge der Renovierung der gotschen Kirche mit Chor und einem dreiachsigen Schiff wurden 1946 wunderbare gotsche Fresken freigelegt. Sie zeigen die Krönung Mariens sowie die Anbetung der Heiligen. Auch der Stifter der Kirche, Hans von Flaschberg, ist abgebildet.

Der Hochaltar mit der Figur des Hl. Georg stammt aus dem 18. Jahrhundert. Hervorzuheben sind eine spätgotsche Figur der hl. Katharina sowie die Schwarze Muttergottes im Seitenaltar, die auf die enge Verbindung zum Kloster von Altötting in Bayern hinweist. In der Kirche selbst befindet sich ein gotischer Taufstein.



Gotische Wehrkirche der Pfarre Ötting



Jährlicher Höhepunkt - die Widderversteigerung in der Pfarrkirche Ötting


Urkundlich seit 1635 erwähnt (wahrscheinlich älter) wird am schmerzhaften Freitag ein Widder versteigert. Ursprünglich als Opfer gegen die Pest gedacht, dient heute der Erlös aus der Versteigerung der Erhaltung der Kirche. Die Verpflichtung zur Beistellung des Widders - gebadet und geschmückt - obliegt nach einer genauen Regelung den Stammliegenschaften der Pfarre. Der Widder hat das Recht im gesamten Pfarrgebiet ganzjährig zu weiden.