Burgruine Flaschberg

Die Burg Flaschberg ist die Schwester-Burg der Hohenburg und dürfte bereits im 11. Jahrhundert auf einer vorspringenden Felsnase errichtet worden sein.

 

Errichtet auf der Oberdrauburger Schattseite über den Ortschaften Flaschberg, Ober- und Unterpirkach, stellte die Schwester-Burg der Hohenburg eine wichtige Rolle zur Überwachung des Übergangs aus dem Drautal ins Gail- und Lesachtal über die alte Gailbergstraße dar.

Der Grundriss der großen Burg ist rechteckig. Im Zentrum des Burghofes stand ein großer Palas mit einem rundbogigen romanischen Portal.

Die Flaschburg war Bollwerk in den ständigen Auseinandersetzungen mit dem Bistum Salzburg, in dessen Besitz sich zeitweise die Hohenburg befand. Besonders über Ulrich von Flaschberg um 1280 wird in einer Salzburger Urkunde Klage geführt. Die Herren von Flaschberg, nach denen auch die umliegende Ortschaft benannt ist, dürften sich als besonders hartnäckige Verteidiger der Görzer ausgezeichnet haben.
Sie standen aber auch in hohem Ansehen und erhielten neben Besitzungen im Pustertal und um Lienz auch Güter in Friaul. Ab dem frühen siebzehnten Jahrhundert war die Burg unbewohnt und verfiel zusehends. Heute sind nur mehr der Palas und an der Ostseite Fragmente der Burgmauern erhalten. 

Zu erreichen ist die Burgruine über die südseitig der Drau verlaufende Pirkacher-Landesstraße. Von der Ortschaft Flaschberg gelangt man über einen Fußsteig zur Ruine. Das Burggelände ist heute stark verwachsen, der Turm nicht betretbar. Begonnene Restaurierungsarbeiten wurden wieder eingestellt. 

Zur Geschichte

Die Burg Flaschberg wurde vermutlich bereits im 11. Jahrhundert errichtet und war ein Bollwerk in den ständigen Auseinandersetzungen mit dem Bistum Salzburg, in dessen Besitz sich zeitweise die Hohenburg befand. Die Herren von Flaschberg dürften sich dabei als besonders grausame und kriegslustige Verteidiger der Görzer ausgezeichnet haben. Ab dem frühen siebzehnten Jahrhundert war die Burg unbewohnt und verfiel zusehends.



Die Burg Flaschberg auf einem alten Kupferstich.



Bei archäologischen Grabungen durch die Universität Innsbruck konnte eine unerwartete Vielzahl an mittelalterlichen Funden gemacht werden.



Heute ragt nur mehr der Palais - einer der ehemals 3 Türme der Burg aus dem Blätterwald und ist weit über das Tal sichtbar.